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PRIMAS Schulungsmaterialien

sind beim Kirchheim-Verlag erhältlich.

Ziele von PRIMAS

Was wollen wir erreichen?

PRIMAS verfolgt als strukturiertes Schulungs- und Behandlungsprogramm folgende konkreten Ziele:

  • Information und Aufklärung über die Erkrankung Typ-1-Diabetes und mögliche Begleiterkrankungen, Komplikationen
  • Förderung einer aktiven, selbstbestimmten Rolle des Patienten im Therapieprozess, Unterstützung bei der eigenständigen Entscheidungsfähigkeit des Patienten (Empowerment, Selbstmanagement)
  • Hilfestellung zur Akzeptanz des Diabetes und bestmöglichen Integration in das Leben und den Alltag
  • Unterstützung bei dem Aufbau einer adäquaten Behandlungsmotivation und dem eigenverantwortlichem Umgang mit dem Typ-1-Diabetes
  • Unterstützung bei der Formulierung von Schulungs- und Behandlungszielen
  • Vermittlung von Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten zur aktiven Umsetzung von geeigneten Therapiemaßnahmen zur Behandlung des Typ-1-Diabetes sowie möglicher Begleiterkrankungen und Komplikationen
  • Vermeidung von Akut- und Folgekomplikationen des Diabetes
  • Förderung von Bewältigungsfertigkeiten und Strategien zum Erhalt der Lebensqualität
  • Überprüfung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Zusammenhang mit dem Selbstbehandlungsverhalten des Patienten
  • Hilfestellung zur Inanspruchnahme von sozialer Unterstützung im Zusammenhang mit der Erkrankung (z.B. Familienangehörige, Selbsthilfegruppen)
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Menschen mit Typ-1-Diabetes
  • Vermeidung negativer sozialer Konsequenzen (z.B. Diskriminierung aufgrund der Erkrankung)
  • praxisrelevante Unterstützung bei Problemen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Diabetestherapie

 


Schulung und Therapieanpassung

PRIMAS hat auch das Ziel, gemeinsam mit dem Patienten systematisch seine Insulintherapie auf den Prüfstand zu stellen. Hierzu dient die systematische Überprüfung der Basalinsulindosis sowie der KE-/BE-Faktoren und Korrekturregeln. Zudem soll der Patient während des Kurses systematisch seine Blutzuckerwerte protokollieren. Am Anfang jeder Kursstunde sollen dann gemeinsam mit den Teilnehmern neben den Übungsaufgaben auch die Blutzuckerwerte sowie die Insulintherapie besprochen werden. Die Dauer des Kurses stellt einen ausreichend langen Zeitraum dar, um den Effekt von Veränderungen der Insulintherapie zu beurteilen bzw. zu beobachten. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine ständige Kommunikation zwischen dem Arzt und der Schulungskraft oder dem Diabetesteam über den Patienten und seine Insulineinstellung.

 


Auch die Angehörigen spielen eine wichtige Rolle

Angehörige und Freunde spielen für Menschen mit Typ-1-Diabetes eine wichtige Rolle im Umgang mit dem Diabetes. Zum einen können sie den Betroffenen „emotional“ unterstützen und so eine Hilfestellung für die Bewältigung der Erkrankung und die Umsetzung der Therapie geben. Zum anderen wird z. B. im Falle einer Unterzuckerung die Unterstützung von Angehörigen, Freunden oder Kollegen unabdingbar. 

Hierfür ist es erforderlich, dass diese auch geschult sind und die wichtigsten therapeutischen Maßnahmen ebenfalls kennen. Doch es kommt auch auf das richtige Maß der Unterstützung an, denn dies kann zu gering oder zu viel sein. Um einerseits auch die Angehörigen und Partner zu schulen und andererseits über richtige Formen der Unterstützung zu sprechen, werden die Angehörige oder Freunde der Schulungsteilnehmer zu der Angehörigenstunde in der 10. Kursstunde eingeladen. Hierbei soll angestrebt werden, dass möglichst viele Teilnehmer auch ihren Partner oder andere wichtige Bezugspersonen mitbringen. In dieser Kursstunde erhalten die Angehörigen/ Freunde sowohl einen Überblick über die bisher besprochenen wichtigsten Kurs- und Schulungsinhalte, die für die Teilnehmer wie für die Angehörigen gleichermaßen wichtig sind (z. B. Verhalten bei Unterzuckerungen, Krankheiten), als auch nützliche Tipps zur richtigen Unterstützung. Diese Kursstunde dient dem Austausch zwischen den Teilnehmern der Kursstunde, aber auch zwischen den Angehörigen/ Freunden untereinander.